Das Quartier und die Menschen immer im Blick

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Mehr als zehn Jahre erfolgreicher Arbeit liegen hinter dem Haus Berlin. Jahre, in denen sich die Einrichtung und ihre Mitarbeitenden in und um Neumünster herum einen Namen gemacht haben, in denen es für ihre Bewohnerinnen und Bewohner zu einem Zuhause geworden ist. Im Zuge der Entstehung des Graf Recke Quartiers Neumünster wird sich dieser Name ändern: Aus dem Haus Berlin wird das Haus Reckeblick.

Um einen sehr erfolgreichen Markennamen aufzugeben, braucht es schon gute Gründe – und möglichst bald auch eine passende Gelegenheit. Die Verantwortlichen der Graf Recke Stiftung haben beides. Zum einen möchte man den so wichtigen Bezug zur Stiftung herstellen, zum anderen die Nähe zum Quartier demonstrieren – und das sowohl räumlich wie auch inhaltlich.

»Wir sind nur einen Steinwurf vom Quartier entfernt, haben es immer im Blick. Wir bekennen uns zu dieser Idee und sind mit unserer Verantwortung für soziales, inklusives Verhalten und einer weiterhin guten Versorgung die Keimzelle der Quartiersentwicklung«, erklärt Geschäftsführer Jürgen Büstrin. »Mit dem neuen Namen verbinden wir das Versprechen, alles immer verantwortungsvoll im Blick zu behalten und niemals aus den Augen zu verlieren. Insofern ist die Umbenennung in Haus Reckeblick aus unserer Sicht die richtige Konsequenz.« Der neue Name war in einem hausinternen Workshop, begleitet vom Referat Kommunikation, Kultur & Fundraising der Graf Recke Stiftung, erarbeitet worden.

Mit der Schaffung eines Quartiers verfolgt die Graf Recke Stiftung eine noch relativ neue Idee, die sich in Gemeinden und Stadtvierteln immer größerer Beliebtheit erfreut: Sie vereint Nachbarschaftshilfe sowie generationsübergreifendes betreutes und inklusives Wohnen. Der demografische Wandel und eine veränderte Wahrnehmung der Gesellschaft haben die Anforderungen an entsprechendem Wohnraum, an Pflege und Unterstützungsleistungen verändert. Mit dem Graf Recke Quartier Neumünster sollen im Stadtteil Brachenfeld-Ruthenberg entsprechende Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Jürgen Büstrin

ist Geschäftsführer des Seniorenheims (Foto: Peter Hamel).

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Das Seniorenheim Haus Berlin, das bald Haus Reckeblick heißt, umfasst 155 vollstationäre Plätze inklusive 14 solitären Kurzzeitpflegeplätzen. Zu den Fachdisziplinen der Einrichtung zählen sowohl die Kurzzeitpflege, als auch die Pflege von demenziell erkrankten Menschen in entsprechend geschützten Wohnbereichen und die Seniorenpflege.
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Geprägt wird das Projekt maßgeblich durch Ziele wie eine optimale pflegerische und medizinische Versorgung, die Förderung des aktiven Generationenaustauschs, ein vielfältiges Veranstaltungs- und Aktivitätsprogramm und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Stadtteil und in der Stadt. Dabei stehen die enge und sachgerechte Verzahnung und Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Versorgung im Vordergrund. Durch vorhandene und ergänzende, neu einzurichtende Versorgungsformen entsteht ein zukunftsweisendes Wohnquartier mit barrierefreiem Wohnraum, Hilfs- und Pflegeangeboten sowie Möglichkeiten zur Förderung von Eigeninitiative und der so wichtigen Solidarität.

»Ein ganz wichtiger Aspekt ist der, den Menschen, auch bei steigendem Pflegebedarf, eine Orientierung zu geben und ihnen die Sicherheit zu vermitteln, nicht noch einmal ›verpflanzt‹ zu werden«, erklärt Jürgen Büstrin, der gemeinsam mit Petra Skodzig die Geschäftsführung der Graf Recke Quartier gGmbH innehat. »In unserem Quartier können und werden wir diese Versprechen halten. Unsere Botschaft lautet: Bei uns sind die Menschen gut betreut und versorgt, wir haben sie immer im Blick, egal was passiert.«

Ein wichtiger Aspekt ist die Sicherheit, nicht noch einmal ›verpflanzt‹ zu werden.

Jürgen Büstrin

Leben im Quartier

Auf dem rund 9.000 Quadratmeter großen Eckgrundstück zwischen Plöner Straße und Hanssenstraße wird ein Quartier mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten geschaffen, das unter Berücksichtigung verschiedener sozialer Aspekte mit einer dementsprechenden Infrastruktur und angepasstem Wohnraum-Angebot eine optimale ambulante Versorgung ermöglicht. Das rund 16 Millionen Euro teure Projekt beinhaltet insgesamt 74 Wohneinheiten mit »Wohnen mit Service« sowie »Wohnen mit Betreuung«. Die Wohnungen, von denen 55 im Sinne des sozialen Wohnungsbaus errichtet werden, haben eine Größe von 50 bis 60 Quadratmetern. Geplant sind Haus-Wohngemeinschaften für zwölf demenziell erkrankte Menschen, Wohngemeinschaften für jeweils vier junge erwachsene Menschen mit Handicap, eine Tagespflege für bis zu 16 Senioren und zwei Tagespflege-Gruppen für jeweils fünf Kinder. Des Weiteren sind eine Begegnungsstätte als niedrigschwelliges Betreuungsangebot mit kultureller Ausrichtung, ein Beratungsbüro für die Bereiche ambulant und stationär sowie eine Kindertagesstätte mit 60 Plätzen geplant. Der erste Bauabschnitt befindet sich schon im Innenausbau, mit der Fertigstellung des dritten und letzten Bauabschnitts mit dem Kindergarten wird im dritten Quartal 2022 gerechnet. Geschäftsführer Jürgen Büstrin: »Bereits jetzt haben viele Menschen ihr Interesse an dem Angebot des Quartiers angemeldet. Mitte des Jahres planen wir Besichtigungstermine. Danach werden wir mit der Vergabe der Wohnungen beginnen können. Dabei ist uns wichtig, dem inklusiven Konzept unseres Quartiers zu folgen und die unterschiedlichen Hilfebedarfe zu berücksichtigen.«

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