Auf einmal wurde es still

Was für ein seltsames Jahr, auch für die ganz Kleinen. Für die Kindertageseinrichtungen war die Coronazeit eine Herausforderung: Lockdown, Rückkehr unter Coronaregeln und viele geplatzte Pläne. Es war zeitweise sehr still, berichtet Kitaleiterin Heike Ogrinz, aber Corona zum Trotz auch ganz schön was los.

Keine klappernden Teller, kein Kinderlachen, keine fröhlichen Lieder: Für Monate gab es nur noch eine sehr kleine Gruppe von Kindern, die in unseren Kitas in Düsseldorf-Wittlaer betreut wurden. Alle geplanten Großaktionen wie ein Charitylauf für den Krefelder Zoo, Papaaktionen in der Sporthalle oder der After-Work-Trödel platzten wie ein Seifenblase. Eine Stunde null.

Die Mitarbeitenden, die nicht in der Betreuung waren, planten und arbeiteten von zu Hause. Mit liebevollen Ideen haben sie stetig den Kontakt zu den Familien gehalten. Der Höhepunkt war der "Hasenexpress", mit dem 16 Mitarbeitende den Kindern die Ostergeschenke persönlich vorbeigebracht haben.

Dann kamen die ersten Lockerungen: Endlich konnten die angehenden Schulkinder die Kita noch besuchen. Wie war die Freude groß! Aber auch das geplante Riesenabschiedsfest konnte so nicht stattfinden. Deutlich weniger Personen und anstatt eines Riesenbuffets gab es den Currywurstwagen mit sechs verschiedenen orientalischen Curry, Rohkosttüten und Familienbrotkörbe. Aber wir konnten einen kleinen Open-Air-Gottesdienst feiern und die Kinder in die Welt durch die Weltkugel entlassen.

Nach dem Abschied kommt das Willkommen. Mit einem tollen selbstgedrehten Film haben wir die neuen und alten Familien ins etwas „andere“ Kitajahr geführt. Es ist schön zu sehen, dass das Kinderlachen geblieben ist und wir viele kreative Ideen hatten. St. Martin zwar ohne Eltern, aber mit den Seniorinnen und Senioren auf dem Innenhof im benachbarten Walter-Kobold-Haus: Kinder und Mitarbeitende haben für sie Laterne- und Adventslieder gesungen, 146 selbst gebastelte Weihnachtgrüße an jede Bewohnerin und jeden Bewohner verteilt. Auf Einladung der Fortuna leuchtete unsere Martinslaternen während eines der "Geisterspiele" in der Düsseldorfer Fußballarena und kamen so auch in vielen Wohnzimmern der Familien an, die stolz auf die Aktion sein konnten.

Heike Ogrinz

leitet die Kita im Walter-Kobold-Haus und die Kita an der Graf Recke Kirche in Düsseldorf-Wittlaer.

Rituale wie Tannenbaum kaufen oder Plätzchen backen waren auch in Coronazeiten eine Freude. Die Eltern haben fast jede Woche Fotos, Filmchen oder Audioaufnahmen von den sich immer wieder verändernden Räumen bekommen: Teilhabe digital.

Leider kam wegen Corona nicht der Nikolaus, aber er hat spannende Spuren und Aufgaben hinterlegt. Tatsächlich haben wir das Versteck von Nikolaus in der Scheune von Familie Rölkens gefunden.

Damit auch unser Spendenziele für den Snoelzelraum in Kita Kirche und die Erweiterung der Matschanlage im WKH näher rückt, gab es drei große Aktionen unter Coronabedingungen: das Kürbisfest, die Weihnachtsbäckerei und die Weihnachtstombola.

Nun ist es wieder still in unseren Kitas. Diesmal sind es die Weihnachtsferien.

Über die Felder: eine der vielen Aktionen im Coronajahr

Bei einem Ausflug über die Kalkumer Felder gibt es viel zu entdecken…
Eine Kuh mit ihrem Kalb: Vor dem Foto konnten wir sogar beobachten, wie das Kalb Milch bei seiner Mutter getrunken hat und so sehen, wo unsere Milch herkommt.
Anschließend haben wir uns diesen Haufen näher angeschaut. „Pferde-A-A!“ stand als Identifikation schnell fest für die Kinder! Außerdem haben sie entdeckt, dass es sich hierbei hauptsächlich um Stroh handelt.
Zum Ende des Spaziergangs konnten wir noch einen Vogelschwarm im Himmel entdecken. Er schenkte uns Ruhe und Zufriedenheit, mit der wir wieder zurück in die Kita gegangen sind.